| Geschichte Kurz nachdem ich sprechen gelernt hatte habe ich ständig um einen Hund gebettelt, aber immer eine negative Antwort erhalten. Dann änderte ich meine Taktik. Mit 14 Jahren war dann das einzige Wort nur noch Moped, weil mein Bruder dann ein Moped bekommen hat! Nach höchstens zwei Monaten ewigen Gequengels ging endlich mein Wunsch in Erfüllung. Meine Mutter sagte: „O.K., du bekommst einen Hund“. Sie hatte nämlich eingesehen, dass man sich mit dem Moped tot fahren konnte, aber kaum mit einem Hund. Jetzt konnten wir endlich anfangen, nach einer geeigneten Rasse zu suchen. Die Gedanken auf einen Hovawart hatten wir schon, aber solche waren nicht leicht zu finden. Da ich in fast zwei Jahren einen Zwergschnauzer betreut hatte fiel meine Wahl auf einen Mittelschnauzer. Ich wollte doch gerne einen größeren Hund haben, der stark und lustig war und Spaß machte. Es gab jedoch einen Vorbehalt. Der Hund sollte die Farbe von Pfeffer und Salz haben. Leider gab es zu dieser Zeit in Schweden keine aufzubringen, nur Schwarze. Die Panik ergriff mich. Meine Mutter hatte sich ja schon einmal geändert, vom Moped zum Hund. Ich hatte Angst, dass sie ihre Entscheidung wieder rückgängig macht. Eine unregistrierte dunkeltigerrandige Boxerhündin mit weißen Flecken und weißen Beinen. „Zorba“ zog in unserer Familie ein. Mit ihr ging ich in verschiedene Kurse. 1975 debütierten wir auf der Stockholm-Messe, so wie es zu dieser Zeit hieß. Die Gehorsamsklasse 1 mit einem ehrlichen Preis von 174 Punkten. Totales Glück. Das Jahr danach machten wir den Wettkampf in der Gehorsamsklasse 2 am selben Ort mit.
Trotz meiner großen Freude über Zorba konnte ich nicht die Gedanken auf einen Hovawart fallen lassen. Das Jahr 1977 fing ich wieder an, aktiv zu suchen. Bei einer Freundin stolperte ich über eine alte Nummer von der Züchter Gebrauchshund. Zu meinem großen Erstaunen wurde der Hovawart in einem Artikel vom Hejderidaren Züchter vorgestellt. Hejderidaren war der Züchter, der die ersten Hunde dieser Rasse nach Schweden einführte. Da meine Familie Ende 1960 einen Schäferhund hatte, dessen Mutter Hejderidarens Hexe hieß, war es natürlich klar, dass wir uns an diesen Züchter wandten.
Ich habe sofort mit Ulrika Borg telefoniert und sie hatte kein Problem, mir eine sm gezeichnete Hündin zu reservieren, die später SLCH SFLCH Hejderidarens Michelle genannt wurde. Meine ganz eigene geliebte Solei. Pfiffig wie wenige, aber eine Hündin mit einer unerhörten Arbeits-kapazität. Schon 1980 wurde sie als eine der absolut besten Spürhunde bekannt. Zu dieser Zeit waren wir so wenige, die einen Hovawart hatten, dass wir praktisch genommen alle mit einander bekannt waren.
Zusammen mit einem begeisterten Kreis habe ich den Hovawartverein gegründet, welchen wir danach AFH (Zuchtverein Hovawart) nannten und zuletzt SvHK (Schwedischer Hovawart Verein). Da ich mehrere Jahre als Vorstandsmitglied mit verschiedenen Aufgaben betraut war und dabei auch den örtlichen Bereich Ost aufgearbeitet habe, war es für mich eine Möglichkeit, die Rasse von Grund auf kennen zu lernen, ehe ich selber mit der Zucht anfing.
Ich lernte Britt Stridh kennen und war in den Jahren von 1987 bis 2005 in den Züchter Gårdvaren einbegriffen. Es war eine unglaublich spaßige Zeit, und ich habe sehr viel gelernt. Zusammen haben wir Gårdvaren zu dem entwickelt was der Züchter heute ist. Die Welpen, die in meinem Haus geboren wurden, können sie unter dem Züchter Gårdvaren unter Verdienst sehen.
Im Jahr 2002 machten wir einen ersten Einsatz bei Rotweilern. Bis jetzt hat nur Gårdvaren Abba-Wurf das Tageslicht gesehen, aber 2006 planen wir noch einen weiteren Wurf. |